Heute ging es für mich besonders früh los.

Um 5:45 Uhr stand ich in der Küche und kochte Kaffee. Anschließend trank ich noch eine Tasse mit Martin, bevor er sich auf den Rückweg machen musste.

Um 6:05 Uhr kamen bereits die ersten Jungs in die Küche, um ihn zu verabschieden. Als Martin um 6:25 Uhr das Haus verließ und sich auf den Weg nach Bonn machte, war schließlich der Großteil der Teilnehmenden anwesend.

Für diese Uhrzeit eine wirklich beeindruckende Beteiligung – und eine schöne Verabschiedung.

Damit war unser Küchenteam ab heute allerdings auch eine Person kleiner.

Nachdem Martin unterwegs war, legte ich mich noch einmal kurz hin. Frisch geduscht ging es dann um 7:45 Uhr zurück in die Küche. Susi wurde gestartet, die Brötchen wurden aufgebacken und kurz darauf stand ein routiniertes Frühstück bereit.

Das können wir inzwischen quasi im Schlaf.

Nach dem Frühstück und dem Küchendienst ging es direkt mit den Vorbereitungen fürs Mittagessen weiter.

Heute stand Pizza auf dem Plan.

Also weiteren Teig kneten, Tomatensoße anrühren und abschmecken – zur Verwunderung von Patricia mit Zwiebeln und Knoblauch – und anschließend den Belag bereitstellen: Salami, Kochschinken, Paprika, Champignons, Mais, Thunfisch und Käse.

Dann warteten 18 Portionen Teig mit jeweils 950 Gramm darauf, ausgerollt zu werden.

Um 12:25 Uhr bekamen wir Verstärkung von vier Teilnehmenden. Gemeinsam wurde der Teig auf die Bleche gerollt und eine Pizza nach der anderen belegt.

Damit nahm die Produktion ordentlich Fahrt auf.

Die letzten beiden Bleche waren für die Küchenhelfer und uns bestimmt, nachdem alle anderen bereits versorgt waren.

Von der gesamten Pizza-Produktion blieb am Ende genau ein Stück übrig.

Das haben wir uns dann auch noch gegönnt.

Nach dem Mittagsküchendienst hätte man theoretisch kurz Pause machen können.

Theoretisch.

Stattdessen ging es direkt mit dem Geburtstagskuchen weiter. Und das war keine kleine Aktion für zwischendurch, sondern eine eigene Veranstaltung. Der Kuchen befand sich noch in Susi, als bereits der nächste Programmpunkt begann:

die Küchen-AG für das Bergfestabendessen.

Dort wurden Wraps gefüllt und angebraten, Frikadellenmasse vorbereitet, Frikadellen geformt und gebraten sowie Pizzabrötchen aus Hotdog-Brötchen zubereitet.

Für die Chicken Nuggets bauten wir eigens eine Fritteuse auf.

Käse-Gurken-Spieße und Käsewürfel rundeten das Angebot ab.

Zeitweise liefen also Geburtstagskuchen, Fritteuse, Frikadellenproduktion, Wrap-Pfannen und Pizzabrötchen gleichzeitig. Ein ruhiger Nachmittag sieht vermutlich anders aus.

Aber gemeinsam mit den Teilnehmenden nahm das Bergfestbuffet Stück für Stück Gestalt an.

Am Abend konnte dann alles aufgetischt werden:

gefüllte Wraps, Frikadellen, Chicken Nuggets, Pizzabrötchen, Käse-Gurken-Spieße und Käsewürfel.

Damit war nach dem Pizza-Marathon am Mittag auch die zweite größere Produktion des Tages erfolgreich abgeschlossen.

Nach dem Abendessen brachten wir die Küche noch schnell zurück in ihren Grundzustand. Alles reinigen, wegräumen und so vorbereiten, dass man am nächsten Morgen wieder vernünftig starten kann.

Dann vielleicht einmal früh ins Bett.

Mal sehen, wie lange wir morgen nach dem Bergfest schlafen dürfen …