Als ich heute Morgen in die Küche kam, lief bereits Musik.

Kurz gewundert, dann erst einmal Kaffee gekocht.

Wenig später kam Jana durch die Küche. Sie war tatsächlich schon joggen gewesen und hatte anschließend direkt ihre Box für den Küchendienst in die Küche gestellt.

Während wir mit dem Frühstück begannen, bereitete sie bereits alles für ihre Truppe vor: Materialien an die passenden Stellen stellen, fehlende Dinge besorgen und dafür sorgen, dass der Küchendienst später ohne Umwege starten konnte.

So kann man das machen.

Wir stellten derweil routiniert das Frühstück bereit, schnitten Obst und füllten Müsli und Milch ab.

Fertig.

Nach dem Frühstück übernahmen General Jana und ihre Truppe die Küche. Als wir zurückkamen, gab es dann doch den einen oder anderen verwunderten Blick.

Die Küche war kurzfristig renoviert worden.

Wir prüften noch schnell die Lebensmittel, räumten alles wieder an seinen Platz und stellten fest: Das Abendessen kann kommen.

Aber vorher war natürlich erst einmal das Mittagessen an der Reihe.

Nach einer kurzen Pause begannen die Vorbereitungen für Reis mit dreierlei Soße:

  1. eine vegetarische süß-saure Soße,
  2. eine Currysoße mit Geflügel,
  3. Schweinefleisch in Paprika-Rahmsoße.

Kurz vor dem Ziel stellte sich heraus, dass uns noch Mango-Chutney, Sahne und Paprika fehlten. Patricia fuhr deshalb schnell mit Christoph zum Spar, um die letzten Zutaten zu besorgen.

Am Ende standen 6 Kilogramm Reis, drei verschiedene Soßen und Salat bereit.

Gut, nicht ganz am Ende: 15 Minuten nach dem angepeilten Termin.

Aber immerhin alles vollständig.

Beim anschließenden Mittagsspüldienst führte General Jana eine klare Regel ein:

100 Prozent kein Reiskorn in die Spülmaschine.

Und ihre Truppe nahm diesen Auftrag sehr ernst. Jeder Teller wurde akribisch kontrolliert und jedes noch so hartnäckig klebende Reiskorn sorgfältig abgekratzt.

Das klingt vielleicht etwas streng, erleichtert uns aber die spätere Reinigung der Maschine erheblich. Reiskörner entwickeln in einer Spülmaschine nämlich erstaunliche Fähigkeiten, sich an Stellen zu verstecken, an denen man sie wirklich nicht haben möchte.

Generalstabsmäßige Planung zahlt sich eben aus.

Am Nachmittag gab es noch etwas von unserer Wassermelone und dazu Doppelkekse.

Abends folgte eine klassische Brotzeit mit Gewürzgurken. Weil Brot allein offenbar nicht reicht, gab es zusätzlich noch eine Runde Brötchen.

Während alle aßen, lief in der Küche bereits die Generalprobe für den nächsten Tag: Wir schoben eine Testpizza in Susi.

Der Test verlief erfolgreich. Temperatur passt, Backzeit passt und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Damit war klar: Die große Pizzaaktion kann kommen.

Nachdem der Spüldienst die Küche verlassen hatte, bereiteten wir direkt einen Großteil des Pizzateigs für den nächsten Tag vor. So wird aus einem Abendessen ganz nebenbei schon die Vorbereitung für das nächste Mittagessen.

Zum Abschluss saßen wir mit Martin noch zusammen und ließen die Höhepunkte der ersten Woche Revue passieren.

Denn während die Freizeit für alle anderen weitergeht, fährt Martin am Freitagmorgen bereits wieder zurück.

Eine Woche ist fast vorbei. Die Abläufe sitzen, die Küche hat ihren Rhythmus gefunden und selbst der Spüldienst arbeitet mittlerweile nach einer klaren Null-Reiskorn-Strategie.

Jetzt muss morgen nur noch aus dem vorbereiteten Teig eine ganze Menge Pizza werden.

Aber die Generalprobe war erfolgreich.